Les Rousses, 73160 Corbel, Auvergne-Rhône-Alpes, France
Corbel
Das Wasserkraftwerk Corbel nutzt die Wasserführung des Wildbachs Guiers-Vif im Herzen des Bergmassivs Chartreuse. Es verfügt über zwei Francis-Turbinen und erbringt eine elektrische Leistung von 1.020 kW. Seit 1992 gehört das Wasserkraftwerk dem Unternehmen Compagnie Hydroélectrique de Chartreuse, einer Tochtergesellschaft der Forces Motrices du Gelon.
- Höhenlage der Wasserfassung: 569 m ü. NN
- Höhenlage der Wasserrückgabe 494,6 m ü. NN
- Bruttofallhöhe: 74,4 m
- Maximale Wasserentnahme: 1,8 m3/s
- Maximale Bruttoleistung: 1.471 kW
- Maximale elektrische Leistung: 1.020 kW
- Durchschnittliche Produktion: 5,2 GWh/Jahr
Von den Kartäusermönchen bis heute
Die Kraft des Wassers wird im Chartreuse-Gebirge schon seit Jahrhunderten genutzt. Bereits um das Jahr 1000 herum wussten die Kartäusermönche die Energie des Wassers für ihre Mühlen und Schmieden zu nutzen. Sie waren für die damalige Zeit sehr modern! Sie stellten hochwertige Werkzeuge aus Gusseisen und Stahl sowie Draht und Bleche her.
Heute wird die Wasserkraft der Flüsse in der Chartreuse für die Stromerzeugung genutzt.

Der Guiers-Vif, ein von Schnee und Regen gespeister Wildbach
Der Guiers-Vif entspringt in Saint-Pierre-d’Entremont im Voralpenmassiv der Chartreuse. Er entspringt einer Karstquelle, deren Wasser im eindrucksvollen Talkessel Cirque de Saint-Même zu Tage tritt. Anschließend fließt er durch die tief eingeschnittenen Schluchten des Frou, vereinigt sich dort mit dem Guiers-Mortet zum Guiers, der anschließend als Fluss im Flachland weiterfließt.
Der Guiers-Vif führt aufgrund der sehr hohen Niederschlagsmengen im Chartreuse-Massiv reichlich Wasser.

Saubere Energie
Das Wasserkraftwerk Corbel erzeugt jährlich 5,2 GWh.
Dafür würde ein Wärmekraftwerk 1.156 Tonnen Erdöl verbrauchen und 3.467 Tonnen CO2 ausstoßen.
Ein Kohlekraftwerk hingegen würde bei gleicher Energieerzeugung 4.333 Tonnen CO2 ausstoßen. Das entspricht dem Stromverbrauch von etwa 1.576 Personen.





